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  4. Gentechnik bei Pflanzen: Die Schweiz steht am Scheideweg
NEWSLETTER 12. März 2026 -

Gentechnik bei Pflanzen: Die Schweiz steht am Scheideweg

Die Diskussion um Gentechnik in der Landwirtschaft ist zurück. Worum geht es konkret – und welche Fragen stehen im Raum?


Text: Rebecca Knoth-Letsch Fotos: Vision Landwirtschaft

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Agroscope_Gentech

Bild: Rebecca Knoth-Letsch / Agroscope Gentech

Die aktuelle Rechtslage

(VL) Seit 2005 gilt in der Schweiz ein Gentech-Moratorium. Das bedeutet: Gentechnisch veränderte Pflanzen dürfen nicht angebaut werden. Erlaubt sind sie nur zu Forschungszwecken unter strengen Auflagen (wie beispielsweise an der Agroscope Reckenholz, siehe Interview). Das Moratorium wurde bis Ende 2030 verlängert. Bis dahin soll entschieden werden, wie mit neuen gentechnischen Methoden künftig umgegangen wird.

Was wird derzeit diskutiert?

Lebensmittelschutz-Initiative
Eine Volksinitiative mit über 133'000 Unterschriften fordert, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel nur zugelassen werden, wenn strenge Schutz-, Haftungs- und Kennzeichnungsregeln gelten. Die Initiative wird am 27. Februar 2026 eingereicht.

Pläne des Bundesrates
Der Bundesrat plant ein eigenes Gesetz für sogenannte «neue Züchtungstechnologien» (NBT). Pflanzen ohne artfremde Gene sollen in Zukunft unter bestimmten Bedingungen zugelassen werden können. Kritische Stimmen sehen darin eine schrittweise Lockerung des bisherigen Schutzes. Die Vernehmlassung lief bis im Sommer 2025. Die parlamentarische Beratung des Gesetzes steht noch bevor.

Aktuelle Forschung

Das NFP 84 «Innovationen in Pflanzenzüchtung» ist ein vom Schweizerischen Nationalfonds gefördertes Forschungsprogramm, das neue Züchtungstechnologien (wie im neu geplanten Gesetz des Bundesrats vorgesehen) untersucht – hinsichtlich technischer Machbarkeit, gesellschaftlicher Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit und regulatorischer Einbettung in der Schweiz. Das Programm läuft von 2024 bis 2029.

Das NFP 59 "Nutzen und Risiken der Freisetzung genetisch veränderter Pflanzen" (2007–2012) untersuchte im Gegensatz dazu die klassische "grüne Gentechnik" mit fremdem Genmaterial (transgene Methoden). Es fand keine akuten Risiken, aber begrenzten Nutzen unter den damaligen Bedingungen und plädierte für risikobasierte Bewertung.

Gentechnik-Verfahren im Überblick

Klassische «grüne Gentechnik» (transgene Methoden, NFP 59-Fokus)
Einer Pflanze wird ein fremdes Gen eingefügt, zum Beispiel aus einem Bakterium, damit sie sich besser gegen Schädlinge wehren kann. Dabei werden Artgrenzen überschritten. In der Schweiz ist der kommerzielle Anbau wegen des Moratoriums verboten.

Neue Züchtungstechnologien («NBT», NFP 84-Fokus)
CRISPR/Cas9 (Gen-Editierung): Mit einer Art «Genschere» wird das Erbgut gezielt an einer bestimmten Stelle verändert. Meist wird kein fremdes Gen eingefügt. So lassen sich schneller resistente Sorten entwickeln. Der Bundesrat möchte diese Methoden künftig speziell regeln.

Cisgenetik: Hier werden nur Gene aus derselben oder nah verwandten Art übertragen. Das ist schneller als herkömmliches Kreuzen, gilt aber rechtlich ebenfalls als Gentechnik.

Mutationszüchtung (gezielt): Mit Strahlung oder Chemikalien werden gezielt Veränderungen im Erbgut ausgelöst. Es wird keine neue DNA eingebaut. Diese Methode wird rechtlich als gentechnische Methode behandelt.

Konventionelle Züchtungsmethoden

Mutationszüchtung (klassisch): Zufällige Mutationen durch Strahlung/Chemikalien – seit Jahrzehnten Standard, keine Gentechnik.

Klassische Züchtung: Pflanzen werden miteinander gekreuzt und danach die besten Nachkommen ausgewählt. Man greift dabei nicht im Labor direkt ins Erbgut ein, sondern nutzt die natürliche Vielfalt innerhalb einer Pflanzenart.

Zahlen und Fakten

Im globalen Handel dominieren etwa 10–20 grosse Firmen den patentgestützten Saatgut‑ und Trait‑Bereich.

80 %

Für GVO‑Saatgut (v.a. Mais und Soja) kontrollieren Bayer und Corteva zusammen knapp 80 % der einschlägigen Patente, mit Syngenta als weiterem grossen Akteur (Quelle: Investigate Midwest).

12 Konzerne

Für Marktmacht und politischen Einfluss sind etwa ein Dutzend grosse Konzerne entscheidend, die den Grossteil der patentgeschützten Sorten und Traits kontrollieren (Quelle: Seed Companies).

Agroscope: Forschungsbereich Pflanzenzüchtung

Im Auftrag des Bundes erforscht Agroscope Nutzen und Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen sowie von neusten Züchtungstechnologien. So wird Knowhow in der Schweiz erarbeitet und das derzeit bestehende Moratorium für den kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen genutzt, um die erworbenen Informationen der Politik, der Landwirtschaft und der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.

Interview mit Roland Peter, Leiter Strategischer Forschungsbereich Pflanzenzüchtung bei Agroscope

Herr Peter, wenn wir hier auf die Versuchsfelder der Protected Site am Standort Reckenholz schauen: welche Feldversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen laufen derzeit hier in Reckenholz?

Es läuft ein Versuch mit Winterweizen und zwar mit einer älteren, bekannten Schweizer Sorte. Über ein neues Mutageneseverfahren sollen neue Resistenzmechanismen gefunden und damit die Pilzresistenz von Weizen gestärkt werden.

Laufen auch noch weitere Versuche?

Momentan nicht. Aber das dritte Prüfjahr eines Gerstenversuchs startet im März. (Zeigt auf den frisch geackerten Boden.) Dort soll das Saatgut ausgebracht werden. Bei diesem Versuch wird mit gezielter Mutagenese (der CRISPR/Cas Methode) ein bestimmtes Gen abgeschaltet mit dem Ziel, die Anzahl Körner pro Pflanze und damit das Ertragspotential der Gerstensorte zu erhöhen. Bei einem dritten Versuch mit Kartoffeln sind wir gerade in der Bewilligungsphase. Dort soll die Resistenz gegen Kraut- und Knollenfäule erhöht werden.

Wie wird vor Ort sichergestellt, dass diese Feldversuche sicher durchgeführt werden?

Wie Sie sehen, ist das Feld durch einen doppelten Maschendrahtzaun davor geschützt, dass Menschen unerlaubt eindringen. Das Areal ist zudem videoüberwacht. Alles Material (wie z.B. Stiefel, Schaufeln etc) bleibt immer auf dem Gelände. Jedes Gesuch wird zuvor vom BAFU geprüft und muss der sogenannten Freisetzungsverordnung genügen. Darauf basierend werden für jeden Versuch eine Reihe von Biosicherheitsmassnahmen verfügt. Zum Beispiel ist der Abstand zum nächsten Feld relevant, damit die Bestäubungsrisiken minimiert werden können.

Befürworter argumentieren, Gentechnik sei notwendig, um die Landwirtschaft an Klimawandel und neue Krankheiten anzupassen. Teilen Sie diese Einschätzung?

Einfach gesagt, ermöglichen die neuen Züchtungsverfahren wie CRISPR/Cas eine höhere Präzision und gleichzeitig eine höhere Geschwindigkeit um die Pflanzen in die gewünschte Richtung zu verändern. Die klassische Pflanzenzüchtung kann heute meist nur langsam auf neue Anforderungen reagieren und ist auf Zufall angewiesen. Die Reaktion z.B. auf neue Krankheiten und Klimawandel ist somit stark verzögert. Neue Züchtungsverfahren können dies beschleunigen und aus meiner Sicht einen wertvollen Teilbeitrag leisten. Wir müssen für dauerhafte Lösungen jedoch immer auch das Gesamtproduktionssystem einbeziehen.

In welche Richtung will man denn Pflanzen vor allem verändern?

In der Schweiz ist z.B. eine Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln ein mögliches Ziel. Immer mehr Pflanzenschutzmittel werden verboten. Darum will man die Pflanze dahin bringen, dass sie sich im Wettrüsten mit dem Pilz oder Schädling selbst schützen kann. Sie soll resistenter werden – auch gegen neue Schädlinge und Krankheiten. Ausserdem soll die Pflanze bei verschiedenen Umweltbedingungen einen möglichst stabilen Ertrag generieren. Der Ertrag muss dabei nicht unbedingt top-top sein, aber eben stabil auf gutem Niveau.

Ist man bei den Gentechnik-Versuchen in der Schweiz eigentlich ganz frei, welche Methoden angewandt werden können?

In der Forschung ja – sofern die vom BAFU verfügten Biosicherheitsmassnahmen eingehalten werden. Bei der Inverkehrbringung, also der Vermarktung von solchen gentechnisch manipulierten Pflanzen sieht es anders aus. Für sogenannte transgenetische Verfahren gibt es in der Schweiz ein Anbauverbot durch das Gentechnik-Moratorium. Darunter fallen Gentechnikmethoden, bei denen fremde Gene aus einer anderen Art in das Erbgut einer Pflanze eingebaut werden, um ihr neue Eigenschaften zu verleihen – zum Beispiel ein Bakteriumgen in eine Maissorte (Bt-Mais).

Welche Risiken sehen Sie ganz allgemein bei gentechnisch veränderten Pflanzen?

Für mich ist es vor allem eine gesellschaftliche Frage: Was wollen wir am Schluss mit der Pflanzenzüchtung und deren Methoden, darunter die Gentechnik, bewirken können? Wichtig zu wissen: Pflanzenzüchtung verändert immer Gene einer Pflanze.

Ein häufig genanntes Argument gegen Gentechnik ist die wachsende Abhängigkeit von globalen Saatgut- und Agrarkonzernen. Wie beurteilen Sie dieses Risiko?

Mit Methoden wie z.B. der gezielten Mutagenese durch CRISPR/Cas ist es heute einfacher als auch schon, als kleine Forschungsgruppe bedeutende Innovationen auch durch neue Gentechnikverfahren zu erreichen. Die grossen Firmen im Markt können jedoch mit ihren Ressourcen die heute bestehenden Hürden für die Bewilligung und Patentierung leichter überwinden als die kleineren Player. Wir sollten uns darum als Gesellschaft die Frage stellen, wie wir Fortschritt und Gewinn aus der Gentechnik künftig verteilen, indem wir auch innovativen kleineren Akteuren das Meistern von regulatorischen Hürden besser ermöglichen.

Hat die Saatgutforschung in den letzten Jahren eigentlich auch abgesehen von der Gentechnik Erfolge erzielt?

Oh, ja. Sogar grosse! Z.B. seit vielen Jahrzehnten durch die Hybridzüchtung, welche heute in vielen Arten eingesetzt werden kann. Bei der Hybridzüchtung werden zwei genetisch unterschiedliche, reinerbige Linien gekreuzt. Die erste Generation wächst dann besonders ertragreich, robust und gleichmässig. Heute kann man ausserdem den genetischen Code einer Pflanze mit molekularbiologischen Methoden einfach ablesen, um schnell zu erkennen, welche Gene sie trägt. So können Züchter früh und gezielt die besten Pflanzen auswählen. Mit neuesten biostatistischen Verfahren kann man sogar Vorhersagen machen, z.B. wie ertragreich eine Pflanze ist.

Wenn Sie ein Fazit ziehen: Ist die Schweizer Landwirtschaft Ihrer Meinung nach trotzdem auf Gentechnik angewiesen – oder könnte sie auch ohne Gentechnik wettbewerbsfähig bleiben?

Die Schweizer Landwirte sind sehr gut ausgebildet und innovativ und nutzen neueste Technologien in ihren Geräten und Anbausystemen. Das internationale Umfeld in der Saatgutforschung wird sich so oder so weiterbewegen. Ich denke dabei etwa an Nordamerika oder China, aber auch die EU. Wenn wir auf neue Gentechnikverfahren verzichten, verzichten wir auf eine potente Züchtungs-Toolbox – wir arbeiten mit den etablierten Züchtungsmethoden weiter. Es stellen sich jedoch über kurz oder lang neue Fragen zum Saatgutaustausch v.a. mit den Nachbarländern, dem Zugang zu neuen Sorten für die Schweizer Landwirtschaft und weiteren Handelshemmnissen. Auch aus Sicht der Forschung wäre eine möglichst gut mit der EU harmonisierte Gesetzgebung wichtig.

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Interview mit Jürg Flükiger, Käsermeister und Co-Geschäftsführer Sennerei Splügen

Zusammen mit seiner Frau Marian führt Jürg Flükiger seit 33 Jahren die Sennerei Splügen. Für das Gespräch lädt er zu einer kleinen Käsedegustation in seine Küche ein. Er ist den Ausführungen von Thomas Mengelt aufmerksam gefolgt. Zwischen den beiden Berufskollegen ist gegenseitiger Respekt und Wertschätzung spürbar.

Jürg, ihr produziert verschiedene Bio-Käse, aber auch Joghurt und Butter. Wer sind die Abnehmer eurer Produkte?

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach regionalen Spezialitäten gestiegen, so dass unsere Produkte neben dem eigenen Verkaufsladen auch den Weg in verschiedene Käseläden, Restaurants und Käsehandlungen aus der Schweiz und Deutschland fanden.

Viele Bauern in der Schweiz hängen vom internationalen Handel ab. Wie schafft es die Sennerei Splügen, vor allem regional zu arbeiten und trotzdem erfolgreich zu bleiben?

Wir machen eigentlich kaum Marketing. Wir stellen möglichst gute Produkte her, welche die Leute erfreuen. Zum Beispiel verwenden wir 100% Milch von Jersey-Kühen für unsere Joghurt und wir machen Bio-Bergbutter, welche sehr gefragt ist. Der Tourismus ist wichtig für uns, an der Passstrasse machen viele Reisende Halt, um unsere Milchprodukte zu kaufen.

Die Schweiz hat mit der EU bilaterale Verträge, die auch die Landwirtschaft betreffen. Der Bundesrat will aktuell den bilateralen Weg noch verbessern. Der SBV äussert sich bisher vorsichtig dazu und hat noch keine abschliessende Beurteilung gemacht. Spürt ihr in der Sennerei Splügen die Folgen dieser Abkommen – oder spielen sie für euch kaum eine Rolle?

Wir spüren das nicht direkt. Aber die Pässe, so auch der Splügenpass hier, wurden gebaut um Handel zu betreiben. Und so kommen die Italienerinnen und Italiener im Frühling sofort wieder zu uns, sobald der Pass offen ist. Es braucht also die EU-Verträge, damit der Handel auch in Zukunft funktioniert.

In den letzten Jahren haben die USA höhere Zölle auf europäische Milchprodukte eingeführt. Hat so etwas für eine kleine Sennerei wie eure überhaupt Auswirkungen?

Nein, das hat keine direkten Auswirkungen. Aber ich denke viel weiter: Wenn die Industrie wegen den Zöllen ins Ausland abwandert und dadurch die Steuereinnahmen in der Schweiz sinken, könnte das Geld künftig in der Landwirtschaft fehlen.

Welche Vorteile hat es aus deiner Sicht, wenn man sich weniger an den Weltmärkten orientiert und mehr auf regionale Produktion und Vermarktung setzt?

Der grösste Vorteil ist das enge Zusammenspiel mit den Bauerfamilien. Bei Problemen, z.B. bei der Qualität der Milch, können wir rasch und unkompliziert Lösungen finden. Ausserdem sind wir flexibler als grosse Betriebe und können rasch auf Veränderungen im Markt reagieren. So entwickeln wir immer wieder neue Produkte – z.B. unseren Splügner Urs-Käse, der mit Holunderbeersaft eingerieben wird – um unsere Kundschaft hoffentlich zu erfreuen.

Glaubst du, dass kleine Sennereien wie Splügen ein Modell für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft sind?

Ja, bei uns wird Wachstum nicht über alles andere gestellt. Das Vertrauensverhältnis zwischen Käserei und Milchproduzenten ist entscheidend. Es ist ein Miteinander.

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Fazit

Die Schweizer Landwirtschaft steckt in einem Spannungsfeld: Einerseits hohe Exportabhängigkeit, Preisdruck durch internationale Konkurrenz und Marktmacht im Detailhandel. Andererseits zeigen Modelle wie die Sennerei Splügen, dass es auch anders geht: bäuerlich getragen, regional verankert, weitgehend unabhängig von globalen Krisen und orientiert an Qualität statt an Masse.

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Wie geht es weiter?

Eine engere Integration mit der EU im Agrarsektor wird im Rahmen der derzeit diskutierten Bilateralen III-Verträge nicht angestrebt, sodass die bestehenden Handelshemmnisse in beide Richtungen weitgehend bestehen bleiben. Die Schweiz behält ihre hohen Schutzmechanismen gegenüber EU-Agrarprodukten, einschliesslich der geltenden Zollkontrollen und Direktzahlungen. Der Wettbewerbsdruck, insbesondere auf kleine und klassische Bergbetriebe, bleibt somit weiterhin begrenzt. Dies trägt zu einer Stabilität in den strukturellen Rahmenbedingungen bei und verhindert kurzfristige, tiefgreifende Anpassungsprozesse. Gleichzeitig profitieren spezialisierte Betriebe wie Bio-, IP-Suisse- und Direktvermarkter punktuell von technischer Zusammenarbeit mit der EU, etwa im Zugang zu neuen Saatgutsorten und landwirtschaftlichen Technologien. Diese Kooperationsformen ermöglichen eine graduelle Verbesserung der Innovationsfähigkeit, ohne dass ein umfassender Abbau von Grenzschutz oder Marktregulierungen erfolgt.

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