Absenkpfade gefährdet: Bürokratieabbau mit hohen Kosten
Gastkommentar in der NZZ: Nach den gescheiterten Trinkwasser- und Pestizidinitiativen wurden der Bevölkerung verbindliche Absenkpfade für weniger Nährstoffverluste und einen tieferen Pestizideinsatz versprochen. Unter dem Deckmantel der «administrativen Entlastung» sollen Umweltinstrumente geschwächt werden. Die Frage ist nicht, ob die Landwirtschaft entlastet werden soll. Die Frage ist, wie man entlastet, ohne Umweltziele zu untergraben.
In unserem Gastkommentar in der NZZ kritisieren wir, dass die Agrarpolitik die Landwirtschaft in diesem Jahr im Rahmen des Landwirtschaftlichen Verordnungspakets zwar administrativ entlasten will, dabei aber wichtige Umweltinstrumente schwächt. Das ist problematisch, weil die Schweiz nach den gescheiterten Pestizid- und Trinkwasserinitiativen eigentlich versprochen hat, mit Absenkpfaden die Umweltbelastung zu senken. Gerade deshalb müssten die nötigen Massnahmen gestärkt statt abgeschwächt werden.
Rebecca Knoth-Letsch
Geschäftsführerin
Die Landwirtschaft ermöglicht uns ein gutes Leben, indem sie Nahrungsmittel produziert. Gleichzeitig trägt sie eine grosse Verantwortung für unsere Lebensgrundlagen.